Instrumente

Zur Geschichte des Zymbals

Das Zymbal (Cimbalom, Czimbalon, Zimbel) gehört in seiner Urform zu den ältesten Musikinstrumenten. Alte persische Miniaturen zeigen bereits kleine Saiteninstrumente, die mit Holzstäbchen zum Klingen gebracht werden.
Von den Arabern nach Europa gebracht, entwickelte sich das Instrument weiter zum mittelalterlichen trapezförmigen Psalterium (Psalter, Salterio tedesco). Es wurde im 15. Jahrhundert in verschiedensten Bauformen unter vielen Namen bekannt: Hackbrett (Zürich 1447), Dulce melos (Böhmen 1460), Dulcimelo (Italien 1461), Doucemer (Frankreich 1449), Dulcimer (England 1450 bis heute), mit Hämmerchen geschlagen oder gezupft (Zupfzimbel). Bis heute werden ähnliche Instrumente in vielen Ländern gespielt: Griechenland: Sandoury; Persien: Santour; Ägypten, Indien: Santur; China: Yangqin; Mexiko: Salterio (gezupft); Weißrussland: Cimbaly; Rumänien: Tambal; USA: hammered dulcimer; Alpenländer: Hackbrett.
Seit dem 16. Jahrhundert ist es in den slawischen Ländern und in Ungarn - sogar am königlichen Hofe - zu finden.
Im 18. Jahrhundert wurde es zum charakteristischen Bestandteil der ungarischen Zigeunerkapellen.
1874 verbesserte József Schunda (Budapest) dieses Instrument, indem er es vergrößerte, auf Beine stellte und mit Pedaldämpfung versah.
Géza Allaga redigierte die erste Zymbalschule und schrieb eigene Kompositionen.
Das ungarische Zymbal wurde somit zum beliebten Hausmusikinstrument, in die Volksmusik der slawischen Länder übernommen (u.a. in Mähren, Slowakei, Rumänien, Jugoslawien) und im 20. Jahrhundert zunehmend in der Kunstmusik bei namhaften Komponisten zu finden.




Tabulatur vom ungarischen cimbalom Marke Schunda.
Großes cimbalom Marke Bohak hat 7 Töne mehr, chromatisches Umfang: großes C bis a ´´´

 

Chinesisches Hackbrett "yangqin"

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